Bentley

Aus Rolls-Royce Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bentley ist eine britische Automarke und ein Familienname aus dem angelsächsischen Raum. Firmengeschichte

Die Automarke wurde im Jahre 1919 von Walter Owen Bentley gegründet.

Bekannt wurden die großen Kompressorwagen Bentley Blower Ende der 1920er Jahre durch mehrfache Siege beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Bedingt durch die Finanzeinbrüche der Weltwirtschaftskrise konnte Bentley 1931 von Rolls-Royce erworben werden. Jahrzehntelang standen die Bentley-Modelle somit nur für die etwas sportlichere Modellvarianten dieser Luxusmarke.

Im Jahr 1998 wurde der Rolls-Royce-Konzern von Volkswagen gekauft, wobei die Volkswagen-Konzernlenker die Tatsache übersahen, dass die Rechte an der Marke Rolls-Royce bereits seit Längerem bei BMW lagen. Volkswagen hatte damit zwar das Automobil-Werk, aber nicht den Markennamen erworben. Daher werden seitdem im (ehemaligen) Rolls-Royce-Werk Crewe nur noch Autos unter dem Namen Bentley gebaut.

Seit dem Jahr 2000 werden durch den Volkswagen Konzern die zwei Markengruppen Audi und VW definiert. Bentley gehört dabei, zusammen Škoda und Bugatti, zur Markengruppe VW beziehungsweise Volkswagen.

Im Jahre 2001 nahm die Marke Bentley nach 70 Jahren erstmal wieder mit dem Modell Bentley EXP Speed 8 am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil. Dieser im traditionellen britischen grün lackierte GT-Rennwagen basierte auf den in den Jahren 2000, 2002 und 2002 siegreichen Audi R8 Sportprototypen. Im Jahre 2003 gewannen, wie angestrebt, die beiden eingesetzten Bentley den Wettbewerb, insbesondere auch deshalb, weil die Audi R8 nicht mehr in einem eigenen Audi Werksteam, sondern in Teams von Audi-Kunden antraten.

Für die Verwendung auf öffentlichen Straßen wurde im Januar 2005 die große Limousine Arnage in drei Varianten, das sportliche Coupé Continental GT und die Limousine Continental Flying Spur angeboten, schnelle Luxuswagen mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h. Außerdem nach Kundenwünschen gebaute Einzelstücke, wie z.B. die Staatskarosse des englischen Königshauses, die zum 50. Kronjubiläum von Elizabeth II übergeben wurde.

In Zwickau wird die Produktion von fertig lackierten Karosserien für eine viertürige Limousine vorbereitet – und geliefert werden soll ein Teil der Jahresproduktion ab Anfang 2005 nach Dresden. Dort nämlich wird das Modell wie auch der VW Phaeton in der Gläsernen Fabrik zusammengebaut werden. Sowohl VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder als auch sein Statthalter bei der Tochtermarke Bentley, Franz-Josef Paeffgen, haben bestätigt, dass über eine Produktion des neuesten Produktes der Edelmarke in der Dresdner Fabrik „nachgedacht“ wird.

Der Bentley bietet gegenüber dem früher erwogenen 12-Zylinder-VW-Geländewagen mehr Produktionsvorteile. Das rund 140.000 Euro teure Produkt, im Volksmund bereits Babybentley genannt, für das sich VW in mehreren Ländern bereits den Namen „Flying Spur“ (Fliegender Sporn) hat sichern lassen, ist nämlich unter dem sächsischen Blech weitgehend baugleich mit dem Phaeton. Daher stammen auch viele Zulieferteile aus den gleichen Werken, können also gemeinsam zugestellt werden. Das fertige Auto wird dem Zweitürer Continental GT ähneln, dessen Karosserie ebenfalls aus Zwickau kommt.