Henry Royce

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Sir (Frederick) Henry Royce (* 17. März 1863 in Alwalton, Huntingdonshire; † 22. April 1933) war ein Pionier des Autobaus; zusammen mit Charles Stewart Rolls gründete er das Unternehmen Rolls-Royce.

Royce kam als fünftes Kind seiner Eltern zur Welt. Sein Vater James Royce hatte von der anglikanischen Kirche eine Mühle gepachtet. 1867 trennte sich die Familie, James ging mit seinen beiden jüngsten Söhnen, darunter auch Henry, nach London, wo er bereits 1872 an der Hodgkin-Krankheit starb. Daraufhin musste Henry als Zeitungsjunge und Telegrafenbote arbeiten. Mit 14 Jahren begann er eine Ausbildung in den Lokomotivwerken der Great Northern Railway in Petersborough. Später wechselte er zu einer Werkzeugmaschinenfirma in Leeds, danach zur Electric Lighting and Power Generating Company in London. 1884 wird er durch Konkurs arbeitslos.

Mit dem Elektroingenieur Ernest Claremont gründet er in Manchester einen Elektrobetrieb. Royce baut Türklingeln, Glühbirnenfassungen, Dynamos und Elektromotoren. Der Durchbruch dieser Firma gelingt, als Elektromotoren statt Dampfmaschinen als Antrieb für Kräne verwendet werden. Ab 1894 werden Brückenkräne gebaut und die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Bereits zu diesem Zeitpunkt war Royce schwer krank. Sein Arzt empfiehlt ihm Ausfahrten an der frischen Luft. Hierzu schafft er sich ein De Dion Quadricycle - eine Mischung aus Auto und Motorrad an.

Sein erstes Auto war ein 10 PS starker Zweizylinder der Firma Decauville. Es war fehlerhaft und Royce entschloss sich, ein eigenes Auto zu bauen, das als Royce bekannt wurde - es wurden drei Exemplare gebaut, von denen keines erhalten ist. Charles Rolls sah eines davon und schloss sich mit Royce zusammen, um Rolls-Royce zu gründen.

Nach seinem Tod änderte das Unternehmen zum Zeichen der Trauer die Farbe der Buchstaben "RR" im Rolls-Royce-Zeichen dauerhaft von rot in schwarz um.