Park Ward

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Park Ward war ein britischer Karosseriebaubetrieb, der von William M. Park und Charles W. Ward, die zusammen bei F.W. Berwick Ltd., den Herstellern der Sizaire-Berwick-Automobile, gearbeitet hatten, 1919 gegründet wurde. Die Firma hatte ihren Sitz in Willesden (North London).

Nachdem das Unternehmen in den frühen 1920er-Jahren Karosserien für ein Reihe von Autos hergestellt hatte, verband es sich besonders mit Bentley. 1922 fragte Rolls-Royce an, ob sie sich nicht am Bau von Standardkarosserien für das kleine 20 HP - Modell beteiligen wollten. Das Projekt kam zwar nicht zur Ausführung, aber man baute solche Karosserien für Rolls-Royce-Kunden, die ein 40-50 HP - Modell auf der British Empire Exhibition 1924 ausstellten. Ab Mitte der 1920er-Jahre konzentrierte sich die Firma auf Bentley- und Rolls-Royce-Modelle.

1933 kaufte Rolls-Royce Anteile an Park Ward, und nach der Übernahme von Bentley durch Rolls-Royce wurde das Unternehmen zur ersten Wahl für Bentley-Kunden, die eine Karosserie für ihren Wagen wollten. Ganzstahlkarosserien wurden 1936 zusätzlich zu den Karosserien in Gemischtbauseise eingeführt. 1939 kaufte Rolls-Royce die übrigen Anteile von Park Ward auf und machte das Unternehmen zur 100 %igen Tochter.

Nach dem zweiten Weltkrieg setzte Park Ward den Bau von Sonderkarosserien in Ganzstahlbauweise fort und wurde von Rolls-Royce zum Bau der Werkskarosserien ihrer Autos ab dem Bentley Mark VI genutzt.

1961 verschmolz Rolls-Royce die Marke mit der neu zugekauften Firma H. J. Mulliner & Co. zu Mulliner Park Ward. Die Geschäfte wurden in der Fabrik in Willesden zusammengefasst und man stellte die Karosserien für Fahrzeuge, wie den Rolls-Royce Silver Cloud, den Rolls-Royce Phantom V und den Bentley Continental, her.