Rolls-Royce Silver Ghost

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Rolls-Royce Silver Ghost

Die Modellreihe

Das unter der Bezeichnung Rolls-Royce 40/50 hp entwickelte Automobil wurde zwischen 1906 und 1925 produziert, als die Phantom-Reihe eingeführt wurde. 1913 / 1914, nach dem Gewinn eines entsprechenden Wettbewerbes, wurde auch ein Modell mit dem Namen Rolls-Royce Alpine Eagle gefertigt, dessen Motor einen geringfügig größereren Hubraum (121 mm Hub anstatt 120 mm), aber eine geringere Leistung (55 bhp (40 kW) anstatt 65 bhp (48 kW)) hatte

Technisch betrachtet, waren die Silver Ghosts mit einem Sechszylinder-Benzinmotor mit sieben Litern Hubraum ausgestattet, welcher anfangs 48 bhp (35 kW) bei 1.200 min-1 leistete und im Laufe der Entwicklung auf bis zu 75 bhp (55 kW) gesteigert werden konnte. Die Schaltung erfolgte zu Beginn mit einer manuellen Dreigangschaltung, welche ab 1913 durch eine Viergangschaltung ersetzt wurde. Zudem wurde ab 1914 elektrische Beleuchtung als Option eingeführt, ab 1919 war sie Standard. Außerdem diente der Silver Ghost als Basis für die Entwicklung des Rolls Royce Armoured Car, ein Panzerfahrzeug welches während des 1. Weltkriegs eingesetzt wurde. Obwohl inzwischen völlig veraltet wurde der Rolls-Royce Armoured Car in der Anfangsphase des 2. Weltkriegs nochmals eingesetzt.

Vor dem ersten Weltkrieg war der Silver Ghost eines der technisch fortschrittlichsten Autos der Welt, was ihm den Ruf als bestes Auto der Welt einbrachte. Während des Krieges erfolgte keine Weiterentwicklung und der Rückstand auf andere zeitgenössische Konstruktionen wuchs. Schließlich erfolgte 1925 der Ersatz durch den Rolls-Royce Phantom I.

Modelle vom Typ Silver Ghost hatten unter anderem in folgenden Filmen Auftritte: Lichter der Großstadt (1931), Rebecca (1940), Citizen Kane (1941), Giganten (1956), Lawrence von Arabien (1962), Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten (1965), Frankenstein Junior (1974)

Das Fahrzeug

Der spezifische Silver Ghost ist das 12. Fahrzeug aus der 40/50-hp-Baureihe und sollte der Firma Rolls-Royce als Demonstrationsobjekt dienen. Der Name sollte einerseits auf die silberne Farbe dieses Fahrzeugs anspielen, andererseits aber auch auf die die geringe Geräuschentwicklung. Innerhalb kürzester Zeit stellte der Silver Ghost verschiedene Rekorde auf und konnte seine für die damalige Zeit erstaunlich hohe Zuverlässigkeit unter Beweis stellen. Nach verschiedenen Besitzerwechseln gelangte er schließlich in den Besitz von Bentley. 1989 erfolgte eine umfangreiche Restoration des Fahrzeugs.

Technische Daten des Rolls-Royce Silver Ghost